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:: PRESSEBERICHTE ZUM THEMA "ARM UND BEIN AMPUTIERT" ::
Glücksrevue April 2011 - "Mein Arzt hat mein Leben zerstört!"
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Sehnenscheiden-Entzündung - für Dr. A. war die Diagnose klar. Selbst dann noch, als die Symptome schlimmer wurden. Seine Patientin muss nun die Folgen tragen
„Mama, hilf mir doch mal …“ Wie gerne würde Ursula Dürr (35) aus Dorsten (NRW) das tun. Wie gern würde sie mit ihrer Kleinsten mal wieder Bauklötze aufeinanderstapeln oder Kekse backen. Ganz wie vor einigen Monaten noch. „Mein Arm wurde rot und dunkelblau!“ Doch jetzt ist Ursula behindert, ein Pflegefall. Ihr fehlen die linke Hand und der rechte Fuß. Schuld daran, davon sind sie und ihr Mann Norbert (50) überzeugt, ist die falsche Diagnose eines Arztes. Ursulas Leidensweg begann vor einem Jahr. Der Tag im März 2010 fing so schön an: Die junge Mutter spielte mit ihren Kindern Magdalena (4), Johanna (7), Melina (11) und Gabriel (14). Dabei nahm sie ihre Jüngste auf den Arm. „Da fuhr mir ein Stechen durch den linken Unterarm“, erinnerte sie sich. „Aber ich habe mir weiter nichts dabei gedacht.“ Doch die Schmerzen wurden schlimmer. Also brachte Norbert (50) seine Frau zum Arzt. Der hatte schnell eine Diagnose parat: Sehnenscheidenentzündung. „Ursula bekam Schmerztabletten, und der Arzt legte ihr einen Salbenverband an“, erinnert sich Norbert. Weder das eine, noch das andere half. „Der Schmerz zog sich immer höher in den linken Arm hinaus, schließlich konnte ich diesen nicht mehr bewegen!“ Bald wurde Ursulas Hand rot, irgendwann dunkelblau. Doch ihr Arzt, Dr. A., blieb bei seiner Diagnose. Voller Panik suchte das Ehepaar einen Hand-Spezialisten auf. „Die Ärzte dort waren entsetzt über das was sie sahen! Eine Embolie hatte die Blutgefäße in meinem Arm vollständig verschlossen - der Arm war schon längst nicht mehr durchblutet!“ Verzweifelt versuchten sie, den Arm zu retten - vergeblich! Es blieb nur noch ein letzter Ausweg: Amputation! In der Uniklinik Münster wurde schließlich die linke Hand abgenommen. Doch damit hatte der Schrecken noch kein Ende: Ursula erlitt eine zweite Embolie, diesmal in ihrem rechten Fuß. Die Ärzte hatten keine andere Wahl, als auch diesen zu amputieren! „Ich werde nie wieder ein normales Leben haben und für meine Kinder voll und ganz da sein können“, sagt Ursula Dürr voller Bitterkeit. Der Patientenanwalt Stefan Hermann (45) aus Marl kämpft jetzt für das Recht der Familie: „Wir werden dem Arzt vor, dass er über vier Wochen bei seiner falschen Diagnose blieb. Dadurch schwebte Ursula Dürr zeitweise in Lebensgefahr!“ Dr. A. bestreitet jedoch jede Schuld. Der Anwalt fordert nun 750.000,- € Schmerzensgeld. „Schließlich wurde das Leben meiner Mandantin ruiniert!“ Ihr Mann kündigte sogar seinen Job, um sich um die Kinder zu kümmern und seine Frau zu pflegen. Nie wieder wird Ursula Dürr unbeschwert mit ihren Kindern spielen können, nie wieder wird sie wie früher für sie da sein können! Diesen Schmerz lindert kein Geld der Welt! |
Viel Spaß vom 16.02.2011 - Schlimmer Ärztepfusch! Ursula verlor ihren Arm und ihren Unterschenkel
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Die 35-jährige kann nie wieder mit ihren vier Kindern spielen
Ursula Dürr (35) aus Dorsten (NRW) war noch vor einem Jahr eine fröhliche Frau, die mitten im Leben stand. Jetzt blicken ihre Augen ins Leere, das Leid steht ihr ins Gesicht geschrieben. Denn die junge Frau wurde zum Pflegefall - weil ihr Arzt sie falsch behandelte.
Die Folge: Innerhalb von wenigen Wochen verlor sie ihren linken Unterarm und ihren rechten Unterschenkel. Ein unfassbarer Schock! Alles begann im März 2010: Die Hausfrau und Mutter von Magdalena (4), Johanna (7), Melina (11) und Gabriel (14) nahm ihre jüngste Tochter beim Spielen auf den Arm. „Plötzlich durchfuhr ein stechender Schmerz meinen linken Unterarm“, erinnert sie sich. „Ich konnte den Arm nicht bewegen“ Zunächst glaubte sie an eine Überanstrengung - doch die Schmerzen verschwanden nicht. Also suchte sie einen Arzt in ihrem Heimatort auf. „Er diagnostizierte bei einer Frau sehr schnell eine Sehnenscheidenentzündung, verschrieb Schmerztabletten und legte einen Salbenverband an“, erinnert sich Ehemann Norbert Dürr (50). Doch es trat keine Linderung ein. Im Gegenteil: Es wurde immer schlimmer! „Beim mir zog sich der Schmerz immer höher in den linken Arm - bis ich ihn nicht mehr bewegen konnte.“Die Haut verfärbte sich erst rot, ein paar Tage später sogar dunkelblau. Sofort suchte Ursula ihren Arzt auf - doch der blieb bei seiner Diagnose. Verzweifelt wandte sie sich an das örtliche Krankenhaus, wurde von dort zu einem Spezialisten nach Gelsenkirchen überwiesen. Die Ärzte dort waren entsetzt. Die angebliche Sehnenscheidenentzündung entpuppte sich als schwere, lebensbedrohliche Venenentzündung. „Ursula wurde vier Mal am Arm operiert. Doch es war zu spät“, erzählt Norbert bedrückt. Die Entzündung breitete sich aus. Die Erkenntnis, dass die Ärzte nichts mehr für ihren Arm tun konnten, war unendlich bitter. Stundenlag saß sie mit ihrer Familie zusammen, weinte bitterlich. In der Uni-Klinik Münster wurde ihr linker Unterarm im Sommer 2010 amputiert. Einige Wochen später stellte sich heraus, dass sich die Venenentzündung im ganzen Körper ausgebreitet hatte. Der rechte Fuß war besonders stark betroffen. Die tragische Folge: Auch der Unterschenkel musste amputiert werden. „Mir wurde schlagartig klar, dass ich nie wieder normal am Leben teilnehmen, nie wieder mit meinen Kindern spielen kann“, sagte Ursula mit bebender Stimme. Die Wut auf den Arzt, der die Fehldiagnose gestellt hatte, ist riesig. Patientenanwalt Stefan Hermann (45) aus Marl: „Wir werfen ihm vor, dass er über vier Wochen hinweg vier Mal bei seiner falschen Diagnose blieb und die Patientin nicht zu einem anderen Arzt überwies“. Doch der verantwortliche Arzt bestreitet jede Schuld am Zustand der Patientin. Man habe keinen Fehler gemacht, heißt es in dem Ablehnungsschreiben. Der Patientenanwalt legte dagegen Klage ein, will für Ursula Dürr 750.000,- € erkämpfen. „Ihr ganzes Leben ist ruiniert. Sie wird immer auf Hilfe angewiesen sein.“ Und nicht nur ihr Leben ist zerstört. Auch Ehemann Norbert musste seinen Job als Handwerker aufgeben, um für Ursula da sein zu können. Liebevoll pflegt er sie rund um die Uhr, cremt jeden Tag ihre verstümmelten Gliedmaßnahmen ein. Außerdem kümmert er sich um die Kinder und um den Haushalt. „Ich liebe meine Frau so, wie sie ist. Gemeinsam stehen wir das durch“, sagte er tapfer. Nesthäkchen Magdalena kann nicht begreifen, warum ihre Mama sie plötzlich nicht mehr auf den Arm nehmen und mit ihr spielen kann. „Schau mal“, ruft sie und zeigt auf ein altes Foto. „Da hat Mama noch zwei Arme.“
EXPERTEN INTERVIEW
„So viel Geld können Sie einklagen“
Der Fachanwalt für Medizinrecht setzt sich für Ursula Dürr ein. Er weiß, wie viel Schmerzensgeld man nach einer Fehlbehandlung einklagen kann.
„Wie viel Geld ein Patient für eine fehlerhafte Behandlung verlangen kann, hängt von den Folgen ab. Sehr hohe Summen können gefordert werden, wenn jemand seinen Beruf nicht mehr ausüben kann und dadurch seinen Lebensmittelpunkt und seine Lebensqualität verliert. Beispiele: Ein Elternpaar bekam 600.000,- €, weil ihr Sohn bei der Geburt eine Querschnittslähmung erlitt und jetzt ein schwerer Pflegefall ist. Für eine falsch eingesetzte Hüftprothese kann man 100.000,- € Schmerzensgeld einklagen. Ein Patient, dem nach einer Blinddarmoperation das Bein amputiert werden musste, erhielt 200.000,- €. Für die Fehlbehandlung einer Darmerkrankung gab es 60.000,- €“.
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Auf einen Blick - Februar 2011 Ausgabe Nr 6 - Mami, warum hast du nur noch einen Arm?
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Ursula Dürr war ihr Leben lang gesund, aktiv und voller Lebensfreude. „Heute kann ich nicht einmal mehr meine Kinder richtig umarmen“, sagt die 36-Jährige aus Dorsten in Westfalen mit Tränen in den Augen. |
Marl Aktuell vom 11.12.2010 - Ohne Arm und Fuß lässt sich nicht toben
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Marler Patientenanwalt Stefan Hermann fordert 770.000 Euro vom Arzt. Er sah eine Überlastung, es war aber eine Gefäßerkrankung |
Dorstener Zeitung vom 26.11.2010 - Streitwert von 750.000,00 €
DORSTEN: Auf rund 750.000,-- € beziffert der Marler Patientenanwalt Stefan Hermann den Gesamtstreitwert im Verfahren, das seine Mandantin Ursula Dürr gegen einen Dorstener Arzt führt. Die Wulfenerin wirft dem Mediziner vor, aufgrund seines ärztlichen Behandlungsfehlers Unterarm und Fuß verloren zu haben (wir berichteten). Eine außergerichtliche Einigung schlug fehl. „Am Montag geht die Klage an das Landgericht Essen raus“, sieht Stefan Hermann gute Erfolgsaussichten für einen Prozessgewinn. Mit einer Verfahrensdauer von circa 2 Jahren könne durchaus gerechnet werden.
Dorstener Zeitung vom 25.11.2010 - Arm und Bein amputiert
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Ursula Dürr klagt auf Schadensersatz wegen eines Behandlungsfehlers |








